Daniela Lutterer trägt die Krone

Daniela Lutterer posiert in Dirndl und mit Weinglas.
Daniela Lutterer posiert in Dirndl und mit Weinglas.
Daniela Lutterer wurde beim Festabend zur neuen Kippenheimer Weinkönigin gewählt

Von der BZ Mitarbeiterin Erika Sieberts

KIPPENHEIM. Daniela Lutterer trägt nun für ein Jahr Krone und Zepter: Die 20-Jährige ist am vergangenen Freitag beim Festabend des Kippenheimer Weins zur neuen Weinkönigin gekrönt worden.

„Ich weiß schon, dass einiges auf mich zukommt“ , sagt die angehende Erzieherin, die derzeit ihr Anerkennungsjahr im katholischen Kindergarten in Sulz absolviert. „Aber ich habe mir gedacht: Wenn ich’s jetzt nicht mache, dann werde ich es bereuen.“ Selbstverständlich sei das keine einfache Entscheidung gewesen, denn immerhin werde sie während der Ausbildung Termin um Termin haben. Sie sei aber schon im vergangenen Jahr darauf angesprochen worden, ob sie sich nicht einmal an der Reihe fühle.

In diesem Jahr wurde Daniela Lutterer vom Vorsitzenden der Winzergemeinschaft, Rolf Mauch, der Interessengemeinschaft (IG) Weinfest vorgeschlagen. Die IG ging gleich auf den Vorschlag ein. Danielas Vater Günter Lutterer ist selbst Zweiter Vorsitzender der Winzergenossenschaft — wenn er sich auch als Hobbywinzer bezeichnet. Der Industriemeister bewirtschaftet 30 Ar Reben, die er von seinen Eltern geerbt hat. „So bin auch ich mit der Arbeit in den Weinbergen aufgewachsen“ , sagt die frisch gekürte Weinkönigin. Mit ihrem älteren Bruder Markus sei sie oft mit in den Reben gewesen. Und Wein genießt sie natürlich auch gerne: „Bei einem Weinfestle trinke ich schon mal was.“ Bis jetzt sei der Weißburgunder ihr Lieblingswein. Aber das könne sich noch ändern. Im kommenden Amtsjahr werde sie genügend Gelegenheiten haben, ihre Sinne zu schärfen.

Mit ihrer Vorgängerin Stefanie Haug hat sich Daniela Lutterer schon ausgetauscht. „In jedem Jahr gibt es natürlich andere Höhepunkte“ , sagt sie, „bald sind in Kippenheim Bürgermeisterwahlen. Da werde ich sicherlich auch zum Einsatz kommen.“ Sie sei neugierig, was ihr das Amtsjahr bringe und freue sich darauf, eine Menge neuer Leute kennenzulernen. Die passionierte Trompeterin und Fußballerin steht jedenfalls mittendrin im dörflichen Leben. Zehn Jahre lang hat sie im Posaunenchor Trompete gespielt, und seit ein paar Jahren kickt sie in der Damenmannschaft des Sportvereins — noch nicht um Tabellenplätze, aber gegen so manche Freizeitmannschaften ist ihre Elf schon angetreten.

Auch im Dirndl posiert Daniela Lutterer beim ersten Fototermin selbstbewusst. Sie habe die Farben Orangebraun und Dunkelrot ausgewählt, erdige Farben, dem sich färbenden Weinlaub verwandt. Das habe ihr gefallen; sie blickt an sich herunter: „Ich glaube auch, das steht mir.“