Alle Beiträge von PosaunenchorKippenheim

Zum Lobpreis Gottes

Pfarrerin Henriette Gilbert verabschiedet Werner Siefert, der den Posaunenchor 27 Jahre lang geleitet hat. Foto: Sandra Decoux-Kone
Pfarrerin Henriette Gilbert verabschiedet Werner Siefert, der den Posaunenchor 27 Jahre lang geleitet hat. Foto: Sandra Decoux-Kone

Werner Siefert hat die Leitung des Kippenheimer Posaunenchors an Andreas Beinroth übergeben.

KIPPENHEIM. Die Posaunen und Trompeten erschallen zum Lobpreis Gottes in der evangelischen Friedenskirche in Kippenheim unter neuer Führung. Der langjährige Dirigent des Posaunenchors, Werner Siefert, hat sein Amt in diesem Rahmen an seinen Nachfolger Andreas Beinroth übergeben.
Ein feierlicher Gottesdienst anlässlich des Reformationsfests zum Gedenken an Martin Luther bildete einen würdigen Rahmen für die Verabschiedung des alten und die Einführung des neuen Dirigenten. Es sei ein Wechsel ohne Vakuum, der Kirche bleibe ein geordneter Klang erhalten, die Posaunen und Trompeten erzählten vom Sieg Gottes und würden uns in die offenen Arme Gottes blasen, betonte Pfarrerin Henriette Gilbert.

In Erinnerung an das Lied „Eine feste Burg ist unser Gott“ von Martin Luther schlug sie einen Bogen zu dessen Wirken. Denn eben dieses „Siegeslied“ hätten die Posaunen und Trompeten vor nahezu 500 Jahren nach hartem konfessionellem Kampf hinausposaunt. Es ist laut Gilbert zur Nationalhymne der evangelischen Kirche geworden. Die Burg wandle sich in eine Fluchtburg, sie biete Schutz vor Feinden, denn Gott öffne die Türen aus Gnade. Die Posaunen machten dieses Lied stark, mit ihrem Klang des Friedens führten sie aus der Fluchtburg hin zu Jesus Christus.

Den Dienst zur Stärkung der Posaunen hat Werner Siefert 27 Jahre innegehabt. Er habe ihn immer als Dienst an Gott und den Menschen verstanden. Die Posaunenchormitglieder habe er nicht nur musikalisch, sondern auch geistlich geleitet, nie ging man ohne Gebet aus den Proben, sagte Gilbert. In seiner Abschiedsrede erinnerte Siefert nicht ohne Rührung an die verschiedenen Jubiläen, die er mit seinen Bläsern gefeiert habe, an viele Auftritte und gesellige Veranstaltungen sowie an das gute Miteinander mit der katholischen Pfarrgemeinde. Einen großen Stellenwert habe für ihn das gute Miteinander mit anderen Kirchenmusikern gehabt.

Dank der Pfarrerin

Sein Nachfolger Beinroth kann auf einem guten Potential aufbauen. Ihm galt der Dank der Pfarrerin für die Bereitschaft, den Dienst zu übernehmen. Den Chormitgliedern ist er kein Unbekannter, bisher spielte er als Trompeter mit. „Mit ihm verlieren wir einen der besten Trompeter“, sagte Siefert, der sich dafür als Posaunist in das Ensemble einreihen will. Siefert übergab Beinroth die Chronik des Posaunenchors samt Gründungsdokument aus dem Jahr 1951.

Kippenheim feiert sich selbst

Die drei Kippenheimer Kirchenchöre sangen zur Feier im Gotteshaus. Foto: Sandra Decoux-Kone
Die drei Kippenheimer Kirchenchöre sangen zur Feier im Gotteshaus. Foto: Sandra Decoux-Kone

Die Gemeinde begeht einen feierlichen Auftakt zur 1250-Jahr-Feier mit einem ökumenischem Gottesdienst in der Friedenskirche.

KIPPENHEIM. Den Auftakt zur Kippenheimer 1250-Jahr-Feier hat am Sonntag ein ökumenischer Gottesdienst gemacht. Zelebriert wurde er von Pfarrer Gerhard Vetterle und Dekan Rainer Becker in der evangelischen Friedenskirche. Er stand ganz unter dem Thema „Früher war alles besser“.

Es war ein Gottesdienst des Dankes – des Dankes an Gott, der Kippenheim diese Jahre geschenkt habe. Und der dazu beitragen solle, auf eine wechselvolle Geschichte zurückzublicken und sich im Jubiläumsjahr auf seine Wurzeln zu besinnen. So formulierte es Pfarrer Vetterle in seiner Begrüßung. Der Ort des Gottesdienstes war bewusst gewählt, viele Jahre war die jetzige evangelische Kirche die einzige Kirche im Ort, sie war bis Anfang der 60er Jahre Simultankirche für beide Konfessionen, beide feierten in Eintracht ihre Gottesdienste. Probleme religiöser Art gab es nicht, man geriet sich aber räumlich und zeitlich ins Gehege. Der Bau der katholischen Kirche in den 1960er Jahren beendete das Simultaneum. Für die Gläubigen war es eine Möglichkeit, Abstand und ein neues Zueinander zu finden, sagte Dekan Rainer Becker in seiner Predigt. Es komme darauf an, einen gemeinsamen Glauben zu gestalten.

Aber war denn jetzt früher wirklich alles besser?, fragte er provokativ, um gleich selbst darauf zu antworten: Er hätte früher nicht leben wollen. Er wollte die alten Zeiten aber auch nicht schlecht machen. Jene Zeiten, als man mehr aufeinander angewiesen war, die bestimmt waren von einem genauen Rhythmus, als man wusste, wo man und was man arbeite und wo man sterbe, mit der Erinnerung an das damalige Gemeinschaftsleben mit Kirchgang und Kirchenfesten. Es sei wichtig, so Becker, sich nicht von der Nostalgie vereinnahmen zu lassen, was Konturen verschwimmen lasse. Zumal man auf den heutigen Standard mit besserer Ernährung und Bildung nicht verzichten wolle.

Zwar reduziere sich das heutige Grundgefühl oft auf wenige Kontakte, das Leben in den eigenen vier Wänden und auf Materielles. Hoffnung sehe er aber darin, den Geist Gottes, weiterzutragen. Wo das Netzwerk aus Kirche, Kommune, Vereinen, Institutionen und Bürgern intakt sei, wo der Glaube gepflegt werde, da könnten Krisen nichts ausrichten.

Bürgermeister Matthias Gutbrod verwies auf die wechselvolle Geschichte der Gemeinde mit Höhen und Tiefen, Leid und Entbehrungen. Heute aber lebten die Bürger in einer liebens- und lebenswerten und wirtschaftlich aufstrebenden Gemeinde. Man könne zuversichtlich in die Zukunft blicken.

Musikalisch wurde der Gottesdienst von den drei örtlichen Kirchenchören und dem Posaunenchor mitgestaltet. Anschließend gab es einen Empfang in der Kirche.

Badische Zeitung. 04.03.2013

Ein Fest für die Gemeinde

Am Sonntag in Schmieheim.

KIPPENHEIM-SCHMIEHEIM (BZ). Beim großen Gemeindefest der evangelischen Kirchengemeinde Schmieheim am Sonntag, 10. März, werden alle Gruppen und Kreise der Gemeinde eingebunden sein. „Das Kirchblütenfest wird von der Gemeinde für die Gemeinde veranstaltet“, erklärt Dekan Rainer Becker in der Ankündigung, „jeder ist zum Mitfeiern eingeladen“. Der Festtag beginnt mit einem bunten Gottesdienst um 10.30 Uhr, den der Posaunenchor Kippenheim, der Singkreis und der Kindergarten mitgestalten. Nach dem Mittagessen im Gemeindehaus gibt es anschließend ein Programm für Groß und Klein unter anderem mit einem Quiz, der Blüten-Blumen-Tombola und dem Bazar mit Selbstgebasteltem.

Badische Zeitung. 08.03.2013

„Wir sind mächtig stolz, so einen Chor zu haben“

Im Gottesdienst am Sonntagvormittag ist das 60-jährige Bestehen des Kippenheimer Posaunenchors gefeiert worden.

KIPPENHEIM (ib). Wie oft der Posaunenchor das Weihnachtslied „Macht hoch die Tür“ gespielt hat, konnte Theo Frey nicht sagen. Dafür bescheinigte der Pfarrer im Ruhestand dem Chor, „dass er dem treu geblieben ist, wie es im Juli 1951 in der Kirche geheißen hat: Der Posaunenchor hat sein Wirken ganz in den Dienst des Herrn und der Erbauung seiner Gemeinde gestellt.“ Frey sprach seinen Dank am Sonntagvormittag im Gottesdienst in der evangelischen Kirche aus, mit dem das 60-jährige Bestehen des Chors gefeiert wurde. „Ihr erfüllt uns mit Freude.“

Getreu dem Motto „Soli Deo Gloria“ (nur allein dem Herrn zur Ehre) spielen die 25 Mitglieder nicht nur in der evangelischen Kirche bei Gottesdiensten und religiösen Festen, zu hören sind sie auch bei Veranstaltungen von Vereinen, des evangelischen Kindergartens und in der katholischen Kirche. Erst kürzlich spielten sie wieder zur Eröffnung des Weihnachtsmarkts.

Auf individuelle Ehrungen habe man im Jubiläumsgottesdienst ganz bewusst verzichtet, sagte Andreas Beinroth. Statt dessen stellte er mit Eva Preschle, Helena Stulz und Emil Obert drei Jugendliche vor, die erst kürzlich ihre Ausbildung abgeschlossen hatten. Die Ausbildung der Jungbläser wird seit etwa fünf Jahren nicht mehr von älteren Musikern übernommen, sie findet nun bei professionellen Ausbildern wie zum Beispiel dem ausgebildeten Posaunisten Michael Fünfgeld auf Bezirksebene statt.

„Wir sind mächtig froh und stolz darauf, diesen Chor zu haben“, stellte nicht nur der Kirchengemeindevorsitzende Hans Schillinger fest. Auch Bürgermeister Matthias Gutbrod fand, dass der Posaunenchor den Gottesdienst bereichere. „Glücklich sein kann man, solch einen Chor zu haben“, sagte Landesposaunenwart Heiko Petersen von der Landesarbeit der evangelischen Posaunenarbeit auf Bezirksebene. Petersen lobte die gute Mischung des Chors von jung und alt und bemerkte mit einem Blick auf die „kräftigen Männer, dass die auch etwas anpacken, wenn es etwas zu richten gibt“.

Petersen hatte am Sonntag auch den Dirigentenstab übernommen, der eigentliche Dirigent Werner Siefert saß in den Reihen der Musiker, die auch von Reiner Knoll an der Orgel unterstützt wurden. Siefert, der den Posaunenchor seit 23 Jahren als Dirigent leitet, betonte die sehr gute Zusammenarbeit der Kippenheimer Bläser auch auf Bezirks- und Landesebene. Dort kümmere man sich nicht nur um die Ausbildung der Jugend, auch Erwachsene bildeten sich regelmäßig fort. Zum Jubiläum haben sich die Mitglieder des Posaunenchors nicht nur ein Geburtstagsständchen und Gäste gegönnt, sie haben auch tief in die Kasse gegriffen und einen vierstelligen Betrag für eine Tuba ausgegeben. Das große Instrument spielt nun Andreas Stulz, „der rein physisch den schwersten Part hat“, schmunzelte Werner Siefert.

Er hatte vorher auch an die bescheidenen Anfänge des Posaunenchors erinnert, den Pfarrer Henschke und Fondrechner Ewald Busse initiiert hatten. Instrumente konnten nur nach und nach dank der Spenden und Kollekten gekauft werden, Mitglieder trugen in Raten ihr Scherflein dazu bei. Ein knappes Jahr lang sollte es dauern, bis aus einem gemeinsamen Musizieren und Üben von Busse und Henschke der erste Auftritt von acht Bläsern als Posaunenchor am 29. Juli 1951 wurde. Jede Stimme war mit zwei Instrumenten besetzt. 1955 zählte der Chor bereits 13 Bläser und drei Jungbläser.

Nach wie vor ist nicht nur die Musik im gemeinsamen Chorleben wichtig. So gehören zum geselligen Leben der Posaunenchorfamilie, wie es Chorleiter Werner Siefert formulierte, auch eigene Gemeindeabende mit Sketchen, Theater und Musik, die jährliche Freizeit, seit 1952 das Osterchoralblasen mit Frühstück und seit 1969 regelmäßige Besuche bei den Freunden in Tränheim.

 

Badische Zeitung. 07.12.2011

Posaunenchor wird 60

Am kommenden Sonntag Bläsergottesdienst in Kippenheim.

KIPPENHEIM (BZ). Am Sonntag, 4. Dezember, um 10 Uhr feiert der Posaunenchor Kippenheim mit der Gemeinde das 60-jährige Bestehen im Rahmen eines Bläsergottesdienstes in der evangelischen Kirche in Kippenheim. Den Gottesdienst hält Pfarrer i. R. Theo Frey. Landesposaunenwart Heiko Petersen wird die Leitung übernehmen. Nach dem Gottesdienst wird ein Kirchenkaffee angeboten.

Bereits 1950 war es die Idee des damaligen Pfarrers Henschke und von Ewald Busse in Kippenheim einen Posaunenchor zu gründen – so wie in vielen anderen Orten auch. Im Frühjahr 1951 begannen acht Bläser mit den Proben, zunächst im Wohnzimmer von Busse. Nach nur einem halben Jahr spielte der Chor am 29. Juli 1951 erstmals im Gottesdienst. Aus diesem Anlass gab der Pfarrer der Gemeinde bekannt: „Der Posaunenchor hat sein Wirken ganz allein in den Dienst des Herrn und der Erbauung seiner Gemeinde gestellt. Aus dieser Haltung will sein Blasen ein ehrfürchtiger Ausdruck des Betens und Lobens der ganzen Gemeinde sein. Er will uns mit festlicher Freude erfüllen und die Ehre Gottes rühmen. Dazu wünschen wir all seinen Gliedern den Segen Gottes, dem sie dienen.“

1955 zählte der Chor bereits 13 Bläser und drei Jungbläser. Gespielt wurde hauptsächlich in Gottesdiensten, aber auch bei allerlei geselligen Anlässen. 1969 spielte der Chor erstmals beim Gemeindefest im elsässischen Traenheim. Die Partnerschaft hat sich auf die beiden Kirchengemeinden ausgedehnt und wird bis heute gepflegt. Das breite Repertoire umfasst alte Bläsermusiken, choralgebundene Stücke, Volksmusik, Gospel und Swing bis zu Poparrangements moderner Kirchenmusiker. Der Chor zählt heute 25 Bläserinnen und Bläser zwischen 15 und 72 Jahre. Derzeit sind drei Mädchen und Jungen in der Ausbildung.

Glühwein, Strickmützen und Posaunenklänge

Viel Andrang in der weihnachtlich dekorierten Poststraße.

KIPPENHEIM (ib). Am Eingang steht ein großer Weihnachtsbaum, Lichterketten hängen über der Straße und über all stehen prächtig geschmückte Christbäume: Ein kleiner schmucker Markt ist der Weihnachtsmarkt in der Kippenheimer Poststraße. Wie gewohnt hatten Mitglieder der Werbegemeinschaft und Händler von auswärts am ersten Advent zum Bummeln durch die weihnachtlich geschmückte Poststraße eingeladen. Sie konnten sich über zahlreichen Besuch freuen, bereits zur offiziellen Eröffnung am späteren Samstagnachmittag waren die Besucher nur so herbeigeströmt, und auch zur späteren Stunde standen Leute an den Ständen, um noch den einen Glühwein oder das Gläschen Sekt in gemütlicher Runde zu genießen.

Bürgermeister Matthias Gutbrod, der zusammen mit Weinkönigin Nicole Hall und Werbegemeinschaftssprecher Hans Schillinger die Besucher begrüßte, verwies auf die lange Tradition des Weihnachtsmarkts und seinen Erfolg. Zudem lobte er auch die „familiäre Atmosphäre“ des Markts. Der war mit etwa 40 Ständen überschaubar. Man kennt sich, so dauerte dann der Bummel über den Markt für viele Besucher doch länger als gedacht, weil man hier und da gute Bekannte traf, mit denen man ein Schwätzchen halten konnte. Anziehungspunkt war auch die Verlosung am frühen Samstagabend. Die meisten Händler und Geschäftsleute aus der Post-, Haupt- und Querstraße lockten mit allerlei weihnachtlichen Waren, selbst gebasteltem und selbst gestricktem. Denn eine wärmende Mütze und einen dicken Schal konnte man trotz der Plusgrade immer noch gut gebrauchen. Groß war auch das Angebot an Speisen und Getränken.

Zum Markt Markt gab es auch ein Unterhaltungsprogramm. Zur Eröffnung spielte der Posaunenchor, ihm folgte mit Rebecca Siefert, Franziska Studer und Helene Preschle eine Akkordeongruppe vom Ettenheimer Harmonikaspielring. Die Familie Heck spielte an beiden Tagen an der Drehorgel. Am Sonntag unterhielten die Jagdhornbläser von der Lahrer Jägervereinigung und die Jungmusiker des örtlichen Musikvereins die Besucher.

Die kleinen Besucher wurden vom Nikolaus beschenkt. Kinder und Jugendliche hatten Gelegenheit im Jugendzentrum dessen neue Leiterin Melanie Bühler kennenzulernen. Wer Lust hatte, konnte dort Pool Billard spielen oder im Computerraum basteln. Leseratten konnten es sich in der Bibliothek gemütlich machen. Von 11 bis 17 Uhr war auch die ehemalige Synagoge zur Besichtigung geöffnet.

Besinnliche Stimmung

Weihnachtsmarkt Kippenheim.

KIPPENHEIM (ab). Traditionell am Wochenende des ersten Advents wird in Kippenheim der Weihnachtsmarkt gefeiert. Er beginnt am Samstag um 16 Uhr und ist bis 22 Uhr geöffnet, am Samstag ist der Markt von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

An vielen Ständen, die in der Poststraße bis zum Weinhof aufgestellt sind, bieten Gewerbetreibende, Vereine und andere Gruppen Geschenk- und Dekorationsartikel. Die Besucher erwartet zudem ein vielfältiges kulinarisches Angebot. Selbstverständlich gibt es Glühwein und Kinderpunsch, auf die kleinen Gäste wartet ein Kinderkarussell. Die Jugendlichen können das Jugendzentrum besuchen und die neue Leiterin Melanie Bühler kennenlernen.

Die offizielle Eröffnung des Weihnachtsmarktes ist am Samstag um 17 Uhr mit Bürgermeister Matthias Gutbrod und der Weinkönigin Nicole Hall, musikalisch wird sie vom Posaunenchor und der Kinderakkordeongruppe von Irene Preschle umrahmt. Um 19 Uhr findet die Verlosung der Werbegemeinschaft statt.

Am Sonntag beginnt der Markt um 11 Uhr. Zur Unterhaltung durch die Jagdhornbläser aus Lahr bieten die Betriebe ein Mittagessen an, ab 14 Uhr übernehmen die Jungmusiker des Musikvereins den musikalischen Part. Die ehemalige Synagoge ist zur Besichtigung geöffnet, dort findet auch ein Bücherflohmarkt statt. Für die Leseratten öffnet die Gemeindebücherei ihre Pforten.

Die Komponisten haben Posaunenchorerfahrung

Auswahlensemble südbadischer Posaunenchören in Kippenheim.

KIPPENHEIM. Ein Geburtstagsständchen in Form eines festlichen Konzertes: Das füllte am Sonntagabend die evangelische Kirche in Kippenheim komplett mit erwartungsfrohen Konzertbesuchern. 60 Jahre Posaunenchor Kippenheim waren der Anlass. Und ein Auswahlensemble aus Posaunenchören zwischen Weil am Rhein und Villingen unter der Leitung von Heiko Petersen hatte ein anspruchsvolles Programm mit viel Schwung mitgebracht.

„Singet dem Herrn“, eine Bearbeitung von Mendelssohns 98. Psalm hatte Heiko Petersen, der in Offenburg lebende Landesposaunenwart, bearbeitet und in Kippenheim erstmals aufgeführt. „Unser Geburtstagsgeschenk. Es ist für dieses Konzert entstanden.“ Howard Blakes „Sinfonietta“, die für das kanadische Spitzenensemble von Philipp Jones geschrieben wurde, zeigte, dass die breite Aufstellung (allein sieben Posaunen) auch ohne Hörner einen leichten, durchsichtigen Ton ermöglichte. Mit Dämpfern und wechselnden, guten Solisten entstanden Brillanz und ein interessanter, sehr dynamischer Klang. Rhythmisch endend in einer modernen Passacaglia.

Dem Agnus Dei, „Christe, du Lamm Gottes“ waren Bearbeitungen von Samuel Barber und Dieter Wendel gewidmet. Hier trafen Kirchentonarten auf Blue-Notes und Jazz-Harmonien. Choräle wie „Nun danket alle Gott“ und „Verleih uns Frieden gnädiglich“ waren der Soundtrack auf dem jüngere Komponisten wie Wendel, Michael Schütz oder der Weimarer Professor für Posaune, Christian Sprenger (geboren 1968) eine fast für Posaunenchöre spezifische Gattung schufen. Mitreißend wie manch populäre Filmmusik. Im Kern aber gesungene Glaubensgeschichte. Man spürt, dass die Komponisten einmal ein Pult in einem Posaunenchor besetzt haben oder es noch tun. Das Publikum sang mit den Bläsern begeistert einen neuen Liedsatz von Michael Schütz (geboren 1963), der den Titel trägt „Mögen sich die Wege vor Deinen Füßen ebnen“.

Nach der Gospel-Adaption „Down By The Riverside“ gab’s kein Halten mehr

Nach Gerhard Luchterhands Gospel-Adaption über „Down By The Riverside“ war das Publikum dann nicht mehr zu halten. Unter rhythmischem Applaus reihte das Südbadische Bläserensemble „La Joie“des Elsässers Lionel Haas als Zugabe an.

Als letztes Stück wählte Heiko Petersen etwas, das jeder Posaunenchorbläser kennt und liebt. Auch wenn er nicht in der südbadischen Auswahl vertreten ist. Einen Bachchoral über „Eine feste Burg ist unser Gott“. Mit einer Fanfare über das Thema hatte der Abend begonnen. So wurde er zuletzt herrlich rund.

Mit Pauken und Trompeten

Konzert in Kippenheim.

KIPPENHEIM (BZ). Zum 60-jährigen Bestehen des Posaunenchors Kippenheim wird das Südbadische Blechbläserensemble am Samstag, 9. Oktober, 19 Uhr, ein festliches Konzert in der evangelischen Kirche Kippenheim geben. Auf dem abwechselungsreichen Programm stehen Werke von Johannes Matthias Michel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Samuel Barber, Howard Blake, Christian Sprenger, Dieter Wendel, Michael Schütz und anderen Komponisten. Lesungen und Gemeindelieder runden das Programm ab.

Das Blechbläserensemble ist ein Auswahlensemble der Landesarbeit evangelischer Posaunenchöre in Baden. Unter der Leitung von Heiko Petersen hat sich das Ensemble in vielen Konzerten in Baden und darüber hinaus (zum Beispiel in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin und der Nikolaikirche Leipzig) einen Namen gemacht, heißt es in dem Bericht.

Das Repertoire umfasst die gesamte Breite der Posaunenchorliteratur von alten Meistern über Romantiker bis hin zu Gospel- und Swingliteratur. Weiterhin kommen Arrangements professioneller Blechbläserensembles zur Aufführung. Eine ganze Reihe Werke wurde eigens für das Südbadische Blechbläserensemble geschrieben und sind vom ihm uraufgeführt worden. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter http://sbb.posaunenarbeit.de

Die Grenzen überwinden

Basteln mit Perlen war eines der Angebote beim Fest.  Foto: Heidi Fössel
Basteln mit Perlen war eines der Angebote beim Fest. Foto: Heidi Fössel
Evangelisches Kindergarten- und Gemeindefest in Kippenheim.

KIPPENHEIM (ab). Strahlendes Wetter hat am Sonntag viele Besucher zum sommerlichen Kindergarten- und Gemeindefest des evangelischen Kindergartens gezogen. An dem Fest nahmen alle Gruppen der Kirchengemeinde teil.

Der Tag begann mit einem Familiengottesdienst im Kindergartenhof, zelebriert von Pfarrvikarin Adela Strobel und musikalisch umrahmt vom Posaunenchor, dem Kirchenchor und der Konfiband. Es folgte ein gemeinsames Mittagessen. Danach standen die Kinder im Mittelpunkt, sie zogen mit ihren Darbietungen die Aufmerksamkeit der vielen Gäste auf sich. Getreu dem Motto des Gottesdienstes „Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit“ verbreiteten sie viel Freude.

Zusammen mit den Erzieherinnen gestalteten die Kinder die Geschichte vom Vier-Farbenland, in dem es um Grenzen und deren Überwindung geht. Der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Hans Schillinger dankte den Kindern für eine „tolle Aufführung“. Sie hatten vorher in einem Lied betont, dass sie die Kleinen in der Gemeinde seien und mitmachen. Zum Festausklang spielte der Musikverein unter Dirigent Johannes Kurz.